Aktuelle Presse

Systemhauskonzept ist reine Mogelpackung

Anlässlich der Vorstellung des SAGA-Systemhauses erklärt Jens P. Meyer:

 

„Wir Freie Demokraten begrüßen die Typengenehmigung, die schnelleres und kostenreduziertes Bauen ermöglicht. Allerdings ist sie wohl nur etwas für große Unternehmen wie die SAGA und weniger interessant für kleine und mittelständische Bauherren. Die übrigen Maßnahmen für günstigen Wohnraum sind dagegen Mogelpackungen: Durch weniger Ausstattungsmerkmale sinken die Kosten ebenso wie durch den Verzicht auf einen Keller. Wenn die Stadt zudem günstige Baugrundstücke zur Verfügung stellt, macht das das Wohnen lediglich durch verdeckte Subventionierung günstiger. Ideologisch getriebene Merkmale wie begrünte Dächer sind dagegen alles andere als günstig, auch im Hinblick auf die Instandhaltungskosten. Und wenn beim Stellplatzschlüssel auf vier Wohnungen gerade einmal ein Auto gerechnet wird, ist das nächste Problem bereits vorprogrammiert. Um Flächen in Hamburg so effizient wie möglich zu nutzen, wären vermietbare Tiefgaragenstellplätze erstes Mittel der Wahl.“

Science Center große Chance für Hamburg

Anlässlich der Pläne für ein neues Institut der Leibniz-Gesellschaft und der Öffnung der naturkundlichen Sammlungen in einem Museum erklärt der stellvertretende Vorsitzende  der FDP-Bürgerschaftsfraktion Daniel Oetzel:

 

„Die Pläne für ein Leibniz-Institut in Hamburg sind eine große Chance für die Stadt. Ein modernes Forschungsmuseum wäre geeignet, Erkenntnisse aus der Wissenschaft einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Von einem stärkeren Austausch zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft profitieren beide Seiten und auch Hamburg als Wissenschaftsstandort. Zwischen den aktuell diskutierten Konzepten eines interaktiven Naturkundemuseums und eines Science Centers sehen wir keinen Widerspruch. Mit einem klugen Konzept ließe sich beides unter einem Dach realisieren. Besondere Aufmerksamkeit muss bei der Planung auch auf die Besuchergruppe der Kinder und Jugendlichen gelegt werden, denn diese sind die Wissenschaftler von morgen.“

 

Weiter erklärt Jens P. Meyer:

 

„Mit dem neuen Naturkundemuseum besteht die einmalige Möglichkeit, von Anfang an auf Grundlage einer innovativen Vision für ein modernes Museum zu planen. Hier kann ein multimediales Haus entstehen, das für alle Besuchergruppen interessant ist. Der Interaktivität muss dabei eine besondere Rolle zukommen, denn ein spielerischer Zugang macht neugierig und lässt jeden Besucher zum Forscher werden. Hamburgs naturkundliche Sammlungen sind schon jetzt kulturelle Schätze, doch eine Öffnung der Sammlungen verbunden mit einem niedrigschwelligen Zugang zu Wissen und Wissenschaft wäre ein großer Beitrag für die Museumslandschaft in unserer Stadt.“

 

Parlament darf beim Elbtower nicht ‚angeschwärzt‘ werden

Anlässlich des Senats-Vorgehens beim geplanten Elbtower erklärt Jens P. Meyer:

 

„Der Elbtower ist ein spannendes Projekt, das eine Chance und Bereicherung für Hamburg werden kann. Umso unverständlicher ist die Art und Weise, mit der der Senat und die ihn tragende rot-grüne Koalition versuchen, das Projekt ohne angemessene Befassung des Parlaments durchzusetzen. Nach vier Monaten legt uns der Senat den Kaufvertrag vor, der an entscheidenden Stellen geschwärzt ist, und verlangt unter Hochdruck unsere Zustimmung. Selbst der Landesdatenschutzbeauftragte sieht in der Schwärzung einen möglichen Verstoß gegen das Transparenzgesetz. Hier wird das Parlament hinters Licht geführt und das demokratische Prinzip der Gewaltenteilung ausgehebelt. Der Senat sollte keine Furcht vor einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Projekt in den Ausschüssen und im Parlament haben, denn dort müssen die Pläne debattiert werden, um den Elbtower demokratisch zu legitimieren und möglichen Schaden von der Stadt abzuwenden.“

Weniger Reglementierungen auf dem Wohnungsmarkt

Zur Verlängerung der Umwandlungsverordnung erklärt Jens P. Meyer:

 

„Der rot-grüne Senat kann seine Regulierungswut nicht zügeln. Wer Wohnungen umwandeln möchte, muss sich heute bereits an bestehende Verträge halten. Mit der Verlängerung der Umwandlungsverordnung besteht der Senat weiter auf Bürokratie und Mehraufwand für diejenigen, die in ihrem Quartier bleiben und aus einer Miet- eine Eigentumswohnung machen wollen.
Anstatt rückwärtsgewandte Reglementierungen weiter anzuwenden, sollte Rot-Grün anerkennen, dass sich Lebensbedingungen ändern und Menschen darauf flexibel reagieren wollen.“

Senat agiert beim City-Hof selbstherrlich und wahrheitswidrig

Anlässlich der Interview-Aussagen des Kultursenators zum geplanten Abriss der City-Hochhäuser erklärt Jens P. Meyer:

 

„Um den geplanten Abriss des City-Hofs zu begründen, bemüht der Kultursenator ein dem Denkmalschutz ‚übergeordnetes Interesse‘. Anhand zur Verfügung stehender Akten können wir jedoch eindeutig nachweisen, dass ein öffentliches Interesse am Erhalt des City-Hofes besteht.

 

Der Senat hat den kulturellen und historischen Bezug zur Stadt verloren. Dies wird deutlich, wenn Senator Brosda die architektonische Andersartigkeit des City-Hofs im Vergleich zum Kontorhausviertel als Argument gegen die Schutzwürdigkeit des Gesamtensembles anführt. 

 

Der zwingende sachliche Zusammenhang zwischen dem Kontorhausviertel und der denkmalerischen Umgebung des City-Hofs wurde bereits in den 1980ern Jahren dargestellt und bis zur Grundstücksausschreibung 2015 immer wieder artikuliert. Darüber hinaus ist gerade der architektonische Kontrast zwischen Kontorhausviertel und City-Hof ein deutliches Signal für den gesellschaftlichen Aufbruch nach dem Zweiten Weltkrieg, der durch die Vita des Architekten Klopgaus geradezu exemplarisch für weite Teile der Gesellschaft steht und stand. 

 

Es ist bedauerlich, dass sich die handelnden Personen in der Kulturbehörde über jeglichen denkmalpflegerischen Sachverstand hinwegsetzen. Damit bringen sie Hamburg um sein kulturelles Erbe.“

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