"LGBT-Rechte in Deutschland und Europa" - spannende Diskussion im Rathaus!

 

"LGBT-Rechte in Deutschland und Europa“, unter diesem Titel lud Jens P. Meyer, Sprecher für Gleichberechtigung der FDP-Fraktion in der Bürgerschaft, am 3. August 2016 im Rahmen der Pride Week alle Interessierten ins Rathaus ein.

Nach einer kurzen Einführung von Jens Meyer las der Autor Julian Mars gut gefüllten Saal Auszüge aus seinen Debut-Roman „Jetzt sind wir jung“ vor. In moderner Sprache, mit viel schaffen Witz, setzt sich das Werk mit dem Coming-Out eines jungen Homosexuellen auseinander, ein unterhaltsames und zugleich tiefgründiges Buch! 

 

Im zweiten Tel der Veranstaltung diskutierten Julian Mars, Patrick Meinhardt, Präsident des DGLI, Wanja Kilber, Vorstandsvorsitzender des Vereins Quarteera e.V. und Jens P. Meyer über die aktuellen Herausforderungen von LGBT-Menschen in Deutschland und im benachbarten Ausland. Die Moderation übernahm mit viel Charme Helmut Metzner, Schatzmeister des Lesben und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD).

 

Während Patrick Meinhardt internationale Erfahrungsberichte zum Thema Entwicklungshilfe und europäische Wertevermittlung aus seiner politischen Laufbahn mit dem Publikum teilte und auf den Reformdruck verwies, welcher durch Entwicklungshilfe auf andere Staaten erzeugt werden kann, konzentrierte sich Wanja Kilber in seinen Ausführungen auf die prekäre Situation russischstämmiger Migranten und die Notwendigkeit der Aufklärung von ausländischen Mitbürgern. 
Helmut Metzner brachte seine Erfahrungen aus der Arbeit mit LGBTI-Flüchtlingen in Berlin mit ein, Herr Meyer berichtete aus der Hamburger Sicht über die Herausforderungen einer adäquaten Unterbringung von LGBTI-Geflüchteten ohne Ihre Stigmatisierung im eigenen Kulturkreis . Der Appel, den die Diskutanten an die Hamburger Politik richteten, ist die erheblichen Defizite bei der Unterbringung und Behandlung der LGBTI-Flüchtlinge zu beseitigen. Hier sehr viel mehr qualifiziertes und  Personal notwendig!

 

Rund um eine sehr gelungene Veranstaltung, wir danken allen, die teilgenommen haben und freuen uns auf das nächste Mal!

 


Volles Haus, kontroverse Diskussion: Denkmalschutz bewegt die Stadt

 

Unter dem Titel „Denkmalschutz unter Rot Grün: Alles nur Makulatur?“ lud Jens P. Meyer, Sprecher für Stadtentwicklung, Kultur und Gleichstellung, am 18. Mai 2016 zur Diskussionsveranstaltung in den Bürgersaal des Rathauses ein.

 

Vor mehr als sechzig fachkundigen Zuhörern diskutierten Dr. Geerd Dahms, vereidigter Sachverständiger für Denkmalwürdigkeit von Gebäuden, Andreas Ibel, Präsident des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, und Elinor Schuess, Vorsitzende des Denkmalrates in Hamburg, über die Wirksamkeit des Hamburgischen Denkmalschutzgesetzes nach dem Verkauf des Cityhofs am Klosterwall und machten Vorschläge für eine Gesetzesnovelle. Das sagten die Zuhörer über die Veranstaltung:

 

 

"So wie sich die Referenten am heutigen Abend nicht einig waren, ob die Novellierung des Denkmalschutzgesetzes 2013 eine richtige Entscheidung war, waren es sich auch die Mitglieder des Denkmalrates nicht einig, ob der City-Hof ein denkmalwürdiges Bauwerk ist. Gemeinsam ist allen jedoch eines: Ihre Kritik an dem Gebotsverfahren "Quartier am Klosterwall". Deshalb werden wir uns dafür einsetzen, eine transparente, öffentliche und vor allem ergebnisoffene Diskussion über die Zukunft des Denkmals und die Entwicklung dieses Teils unserer Stadt nachgeholt wird."

 

Marco Alexander Hosemann, 1. Vorsitzender des City-Hof e.V.

 

 

„Die Veranstaltung hat mir erstmals die Möglichkeit gegeben, sowohl Vertreter des Denkmalrates als auch Betroffene aus der Immobilienwirtschaft sowie die Stimme eines Gutachters in einem Forum zusammen wahrzunehmen. Gerade hinsichtlich der aktuellen Diskussion über die City-Hochhäuser, empfand ich es als  einen wichtigen und notwendigen Schritt eines Politikvertreters, die verschiedenen Parteien in einem offenen Dialog einmal zusammen zu führen. Stadtentwicklung und Kulturbewahrung sind eben doch näher mit einander verwandt als man ersten Moment annimmt.“

 

Marcel von Volland, stellv. Vorsitzender der Jungen Liberalen Hamburg