Senat agiert beim City-Hof selbstherrlich und wahrheitswidrig

Anlässlich der Interview-Aussagen des Kultursenators zum geplanten Abriss der City-Hochhäuser erklärt Jens P. Meyer:

 

„Um den geplanten Abriss des City-Hofs zu begründen, bemüht der Kultursenator ein dem Denkmalschutz ‚übergeordnetes Interesse‘. Anhand zur Verfügung stehender Akten können wir jedoch eindeutig nachweisen, dass ein öffentliches Interesse am Erhalt des City-Hofes besteht.

 

Der Senat hat den kulturellen und historischen Bezug zur Stadt verloren. Dies wird deutlich, wenn Senator Brosda die architektonische Andersartigkeit des City-Hofs im Vergleich zum Kontorhausviertel als Argument gegen die Schutzwürdigkeit des Gesamtensembles anführt. 

 

Der zwingende sachliche Zusammenhang zwischen dem Kontorhausviertel und der denkmalerischen Umgebung des City-Hofs wurde bereits in den 1980ern Jahren dargestellt und bis zur Grundstücksausschreibung 2015 immer wieder artikuliert. Darüber hinaus ist gerade der architektonische Kontrast zwischen Kontorhausviertel und City-Hof ein deutliches Signal für den gesellschaftlichen Aufbruch nach dem Zweiten Weltkrieg, der durch die Vita des Architekten Klopgaus geradezu exemplarisch für weite Teile der Gesellschaft steht und stand. 

 

Es ist bedauerlich, dass sich die handelnden Personen in der Kulturbehörde über jeglichen denkmalpflegerischen Sachverstand hinwegsetzen. Damit bringen sie Hamburg um sein kulturelles Erbe.“