Mietpreisbremse ist Zeichen der Hilflosigkeit

Zum einjährigen Bestehen der Mietpreisbremse (am morgigen 01.06.) erklärt Jens P. Meyer:

 

„Anstatt den Jahrestag der Mietpreisbremse zu nutzen, um sie feierlich abzuschaffen, laborieren SPD und CDU im Bund an weiteren Verschlimmbesserungen herum. Doch das hilft Wohnungssuchenden, insbesondere denen mit geringem Einkommen, in keiner Weise. Selbst wenn sämtliche Vertragsdetails des Vormieters offengelegt werden, wird sich der Vermieter auch zukünftig für den solventesten Bewerber entscheiden. Die geplante Verschärfung der Mietpreisbremse zeigt deutlich die Hilflosigkeit von Roten, Grünen und Schwarzen.

Um das Problem zu lösen, brauchen wir mehr Wohnraum – und dazu liegen vielfältige Maßnahmen auf dem Tisch: Nachverdichtung im Bestand, Aufstockungen, Baulückenschließung, Nutzung von Konversions- und Potenzialflächen, Grundstücksausweisungen, Abbau von Kostentreibern, Zurückfahren überbordender Bauvorschriften, schlanke und schnelle Genehmigungsverfahren, aber auch länderübergreifende Initiativen mit Schleswig-Holstein und Niedersachsen, um günstigeren Wohnraum in der Metropolregion Hamburg zu ermöglichen.“