Paradigmenwechsel beim Wohnungsbau

Zur „Bilanz Wohnraumförderung 2017“ erklärt Jens Meyer:

 

„Das vorgestellte Konzept von Senatorin Stapelfeldt ist voller Hemmnisse für den geförderten Wohnungsbau in Hamburg. Die wirkungslose Mietpreisbremse gehört endlich abgeschafft. Der Drittelmix aus geförderten, freifinanzierten und Eigentumswohnungen unterstützt zwar die soziale Durchmischung und fördert somit das Miteinander in unserer Stadt. Zur Wahrheit gehört aber dazu, dass durch die Querfinanzierung des sozialen Wohnungsbaus auf dem freien Markt Wohnraum verteuert wird.

 

Wir fordern deshalb langfristig einen Paradigmenwechsel beim sozialen Wohnungsbau,
der auf Subjekt- statt Objektförderung setzt. Für Bedürftige muss es weiterhin sozialen  Wohnungsbau geben.

Die Anzahl der Paragraph 5-Scheine zeigt aber, dass der Bedarf schon jetzt die Kapazitäten übersteigt. Sinnvoller wäre es, Menschen mit niedrigem Einkommen ein bedarfsgerechtes Wohngeld anzubieten.

Das verbessert ihre Chancen auf dem Mietmarkt, und sie können frei entscheiden, in welchem Bezirk sie wohnen möchten.“