Verwendung der Naturcent-Mittel intransparent


Zu der vom Senat beschlossenen Naturcent-Regelung sagen Dr. Kurt Duwe und Jens P. Meyer:

 

„Bei der vorgesehenen Verwendung der Mittel besteht ein hohes Maß an Intransparenz. Damit wird eine schlechte Tradition der Hamburger Umweltpolitik fortgesetzt. Dieser Senat finanziert bereits aus unzähligen Töpfen die Grün- und Parkpflege sowie die Naturschutzgebiete. Wie effizient diese Maßnahmen sind, kann nicht nachvollziehbar überprüft werden. Es besteht zudem die Gefahr, dass Rot-Grün zwar auf dem Papier die Naturcent-Einnahmen für die vorgegebenen          Ziele einsetzt, aber im Haushalt irgendwann andere Etats kürzt bspw. die Zuwendung für die Bezirke. 

Für die Umwelt wären hingegen direkte Investitionen zur Erhöhung der biologischen Vielfalt und der Vernetzung von Biotopen zielführender. Das Gießkannen-Prinzip bringt Mensch und Natur hier wenig.“ 

 

Der stadtentwicklungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Jens P. Meyer, ergänzt:

„Nachhaltige Stadtentwicklung sollte auf die Innenstadtverdichtung Hamburgs setzen, anstatt ein weiteres Bürokratiemonster zu schaffen, das die Bebauung der grünen Wiesen fördert. Der Naturcent ist keine zielführende Umwelt- bzw. Stadtentwicklungspolitik, sondern ein weiteres grünes PR-Projekt von Senator Kerstan.“