Senat lässt Wohnungsbaugutachten unter den Tisch fallen

Jens P. Meyer zur heutigen Unterzeichnung des "Bündnis für das Wohnen“:

 

Die Wiederbelebung des Bündnisses für das Wohnen ist ein Schritt in die richtige Richtung. Jedoch darf das nicht darüber hinweg täuschen, dass Rot-Grün das Wohnungsmarktgutachten unter den Tisch fallen gelassen hat. Gerade hier liegt aber der Knackpunkt zwischen Stadt und Grundeigentümern. Ohne dieses Gutachten lässt sich nicht beurteilen, welche Auswirkung die sogenannte Mietpreisbremse tatsächlich auf den Wohnungsmarkt in Hamburg hat. Es ist bezeichnend, dass sich der rot-grüne Senat dieser Frage nicht stellen möchte.

 

Die Finanzierung der vollmundig versprochenen Einstellungsoffensive in den Planungsbehörden der Bezirke steht ebenfalls auf wackeligen Beinen. Ob sich so ausreichend qualifiziertes Personal gewinnen lässt, darf bezweifelt werden. Damit bleibt wohl auf absehbare Zeit die Arbeitsbelastung der Mitarbeiter in den Bauplanungsabteilungen auf hohem Niveau und die Dauer der Genehmigungsverfahren erhöht sich um Monate.

 

Diese offenen Baustellen offenbaren die fehlende Führung des Senats. Man kann nur hoffen, dass das Bündnis trotz des schlechten Starts die gesetzten Ziele erreichen kann und der Senatsstreit nicht weiter auf dem Rücken der Wohnungssuchenden ausgetragen wird."

 

Hier finden sie den Artikel aus dem Hamburger Abendblatt und Die Welt.