Der Kunstbeutelträger: Intransparente Willküraktion 

Jens P. Meyer, zur öffentlich-städtischen Kunstförderung durch den geheimen „Kunstbeutelträger“:

 

„Die Entscheidung von Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler, das Projekt ,Kunstbeutelträger‘ fortzuführen und sogar auszuweiten, ist ein Fehler. So wichtig die Förderung der freien Kunstszene in Hamburg auch ist: Dieser Weg ist falsch. Die ,Kunstbeutelträger‘ verteilen staatliche Fördergelder vollkommen eigenständig. Es mangelt an ausreichender Kontrolle, etwa durch ein Vier-Augen-Prinzip, Willkür ist nicht ausgeschlossen. Vertrauen in die jeweilige Person alleine reicht hier nicht aus. Durch die Ausweitung des Vorschlagsrechts ist sogar noch weniger als bisher gewährleistet, dass die ,Kunstbeutelträger‘ dieser Aufgabe gewachsen sind. Wenn Steuergelder ausgegeben werden, muss sichergestellt sein, dass objektive und nachprüfbare Kriterien eingehalten werden. Die FDP-Fraktion fordert den Senat auf, dieses intransparente Programm zu stoppen.“

 

Den Artikel aus der "Die Welt" finden Sie hier.